Die Nahrungsmittelbeschaffung während der Kriegs- und Nachkriegszeit oblag den Frauen, da die meisten Männer an der Front kämpften, an der viele verstarben, oder nach Kriegsende in Gefangenenlagern festgehalten wurden, aber auch Jugendliche und Kinder mussten ihren Teil dazu beitragen. Finanziell besser Gestellte konnten ihr Nahrungsbudget auf dem Schwarzmarkt aufbessern. Städter versuchten auf den Dörfern Gebrauchsgegenstände gegen Nahrungsmittel einzutauschen. In vielen Ländern, darunter Deutschland, Polen und England, wurden Lebensmittelkarten für Grundnahrungsmittel eingeführt.
Die Lebensumstände der Menschen in Europain der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war wesentlich geprägt durch zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre. Erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts konten sich in den meisten Ländern Europas Wohlstand und eine florierende Wirtschaft entwickeln.
In den Wirren der Kriegszeit wurde in Deutschland versucht, die Menschen mit UFA-Filmen zu unterhalten, abzulenken, deren Sehnsucht nach einer heilen Welt zu stillen und sie zugleich propagandistisch zu beeinflussen.
Für politische Gegner und die dafür gehalten wurden, begann ein Martyrium. Besonders Juden, Roma und Sinti, Polen und Russen wurden verfolgt, in Konzentrationslager deportiert, gefoltert und ermordet.
Mit der Kapitulation des Deutschen Reiches endete am 8. Mai 1945 der zweite Weltkrieg in Europa. Die Folge war die Aufteilung Europas unter den Großmächten USA und Sowjetunion und damit einhergehend die Teilung Deutschlands durch die Siegermächte. Die USA, Großbritannien und Frankreich errichteten auf ihrem Gebiet die Bundesrepublik Deutschland (BRD), die Sowjetunion schuf auf ihrem Territorium die Deutsche Demokratische Republik (DDR).
Kaum Rohstoffe und Bodenschätze, von den wirtschaftlichen Zentren der BRD abgeschnitten und hohe Reparationsleistungen an die Sowjetunion, kein guter Start für den „Arbeiter- und Bauernstaat“. Durch die eingeführte Planwirtschaft konnte die Industrie nicht rechtzeitig auf den Güterbedarf im In- und Ausland reagieren, das führte darüber hinaus zu einem begrenzten Warenangebot.
Dank der westlichen Alliierten konnte sich die BRD rasch von den Kriegsfolgen erholen. Mit der Einführung der sozialen Markwirtschaft gelang der wirtschaftliche Aufstieg (Wirtschaftswunder), die Lebensumstände der Bevölkerung verbesserten sich zusehends, was auch der DDR-Bevölkerung nicht verborgen blieb.
Meinungsfreiheit wie in der BRD existierte kaum oder gar nicht und auch die Reisefreiheit war beschränkt, dies sind Gründe, weshalb viele Menschen von Ost nach West flüchteten. Um jenes zu verhindern, wurde im August 1961 seitens der DDR-Regierung in Berlin die Mauer errichtet.
Die Bevölkerung der DDR hatte einen geringeren Lebensstandard in punkto Wohnung, Konsum usw. gegenüber der Bevölkerung der BRD, dafür wurde beispielsweise für einen krisensicheren Arbeitsplatz gesorgt. Grundnahrungsmittel, Kinderbekleidung, Mieten und Strom wurden staatlich subventioniert.
Jede Gesellschaftsordnung bringt Vor- und Nachteile für die Bevölkerung, eine einseitige Bewertung des politischen Systems verhindert eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung der Geschichte.
Am 9. November 1989 fiel in Berlin die Mauer und seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland nach über 40 Jahren der Trennung wieder vereint.
Die Schweiz war auf Grund ihrer Neutralität - weswegen sie auch eine besondere Stellung in Europa im vergangenen Jahrhundert einnahm - vom direkten Kriegsgeschehen verschont geblieben, doch die wirtschaftliche Lage des Landes war äußerst angespannt. Rohstoffe mussten größtenteils importiert werden, die Transportwege führten aber über die von den Alliierten besetzten Gebiete. Durch ein Abkommen mit Deutschland konnte zumindest eine geringe Rohstoffzufuhr gewährleistet werden. Die Kohle wurde rationiert. Die Bevölkerung musste aber nicht hungern, in Eigeninitiative wurden beispielsweise Sportplätze in Kartoffelacker umfunktioniert. Da die Industrie nicht wie in anderen Ländern zerstört war, erfolgte nach 1945 der wirtschaftliche Aufschwung.
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